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Wespenbekämpfung - Wespennotdienst

Sie sind hier gelandet, weil Sie unverhofft Wespen auf Ihrem Grundstück oder in Ihrer Immobilie begegnet sind. Zunächst: KEINE Panik. Sicherlich möchten Sie als erstes „Alarm“ schreien, aber die Anwesenheit von den gelb-schwarzen Wespen ist nicht generell, sondern nur sehr selten ein Grund für Wespenalarm. Sie benötigen keine Wespenfeuerwehr und keine schnelle Eingreiftruppe, sondern zuerst Ruhe und Besonnenheit. Einige rechtliche Aspekte zum Schutz unserer Wildtiere, zu denen auch die nützlichen Wespen gehören, sind vor hektischen Taten zu beachten. Schildern Sie uns Ihr Problem. Wir helfen gern.

Wespen sind überwiegend hilfreich, da sie in der Umgebung ihres Wespennestes alle möglichen Insekten fangen. Mit Wespen im Garten haben sie deutlich weniger Mücken und Fliegen. Nur manche Wespenarten und diese auch erst zum Ende des Brutzyklus, werden lästig oder durch die Nähe zur menschlichen Behausung sogar gefährlich. Wespen, die regelmäßig beim Grillen, Picknicken und beim Kaffeekränzchen stören, sind in erster Linie die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Alle anderen Wespen haben ein anderes Nahrungsspektrum und ein anderes Verhalten. Sie werden dem Menschen nur selten gefährlich.

Das bedeutet, Sie benötigen meist gar keinen Wespennotdienst. Wir raten auch von solchen Diensten, die den Notdienst vorrangig ausloben, ab. Natürlich wird ein Wespennotdienst von vielen seriösen Kollegen angeboten, aber da es ebenso viele Schädlingsbekämpfer gibt, die ihrem Personal in den Abendstunden, an Wochenenden und an Feiertagen ein geregeltes Privatleben ermöglichen möchten, wächst die Chance, dass man Ihre Panik, Angst und Sorge in den Abendstunden, an Feiertagen und am Wochenende bei speziell dafür eingerichteten Notrufnummern (meist sind das mobile Telefonnummern, also nicht rückverfolgbare Handynummern), mit übertriebenen Preisen ausnutzt.

Deshalb hier noch ein paar Tipps, sollten Sie unbedingt einen Wespennotdienst kontaktieren wollen: Es gibt für das Entfernen eines Wespennestes keine Überstunden- oder Gefahrenzuschläge. Auch keine Nachtzuschläge ab z.B. 18:00 Uhr. Nachtzeit ist für Schädlingsbekämpfer gesetzlich definiert die Zeit von 23:00 – 6:00 Uhr. In diesen Stunden muss man wirklich keine Wespen bekämpfen. In der Zeit sollten Sie, wie die Wespen, in der Sicherheit Ihres Hauses beruhigt schlafen.

In Deutschland besteht nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) ein Beschäftigungsverbot für Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen. Dies wird in §10 ArbZG nur für wenige Berufe und nur für ganz spezielle Dienste und Veranstaltungen aufgehoben. Die Schädlingsbekämpfung ist dort nicht ausdrücklich als Ausnahme erwähnt. Also noch mehr ein Grund für uns, keinen Wespennotdienst anzubieten. Denn die wenigsten Wespeneinsätze qualifizieren sich als Notfall. Ein Wespennest ist nicht aus heiterem Himmel entstanden und sie leben schon länger in friedlicher Koexistenz mit den Wespen. Auch besteht keine aktive Bedrohung durch die Wespen, wenn Sie das Wespennest meiden und die Tiere nicht beunruhigen. So haben Sie die Möglichkeit, auf einen Wespennotdienst zu verzichten und können uns zu den normalen Büroöffnungszeiten (siehe unten) anrufen.

Wenn aber nun doch Gefahr von Wespen ausgeht. Was, wenn schon jemand gestochen worden ist? Kümmern Sie sich zuerst um medizinische Hilfe. Bis professionelle Hilfe bei Wespenstichen eintrifft oder von Ihnen erreicht wird, können Sie einen Wespenstich mit Eis kühlen. Haben Sie keine Eiswürfel zur Hand, eignet sich auch jede Packung aus Ihrer Tiefkühltruhe, etwa Erbsen ;-)

Wenn Sie von Wespen gestochen wurden, können auch so genannte Insektensticks auf den Wespenstich gedrückt werden, die mit Hitze die Schmerz verursachenden Proteine des Wespenstiches neutralisieren. Wenn Sie solche Stifte nicht vorrätig haben, sagen Sie uns bei der Beauftragung einfach Bescheid und wir bringen Ihnen einen solchen Stift gegen Wespenstiche mit.

Nun sind alle betroffenen Personen versorgt und in Sicherheit. Zeit, dass sich Ihr Puls beruhigt. Atmen Sie bewusst aus und ein. Treffen Sie ruhige Entscheidungen.

Ein paar Verhaltensregeln, wie Sie bitte vorgehen, bis Hilfe gegen die Wespen eintrifft:

  • Meiden Sie den Bereich, in dem die Wespen fliegen.
  • Klären Sie andere Personen über das Wespennest auf, etwa weil es auf dem Weg zur Mülltonne ist o.ä.
  • Wenn der Bereich nicht zu beherrschen ist oder öffentliche Zugänge bestehen, sperren Sie im Rahmen des Möglichen den Gefahrenbereich um das Wespennest herum ab.
  • Schließen Sie die Fenster und Türen oder hängen Sie die Öffnungen zu Ihrem Gebäude dicht mit Schutznetzen (z.B. Gardinen) ab.
  • Räumen Sie zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke, Grillgut, Fleisch, Knochen und alle anderen Lockstoffe, an denen Sie die Wespen sehen, weg.
  • Bewegen Sie sich in Anwesenheit von Wespen langsam. Verhalten Sie sich ruhig.
  • Nehmen Sie keine Eigenanwendung vor. Wer Insektizide einsetzt, muss wissen, was er macht. Auch wenn die Angaben auf den handelsüblichen Präparaten harmlos klingen und eine Wespenbekämpfung kinderleicht erscheint, möchten Sie ein vorhandenes Problem ja nicht schlimmer machen, als es ohnehin schon ist.
  • Wenn bekannte Allergien bestehen, halten Sie Notfallmedikamente, Eiswürfel und ggf. Insektenstifte bereit.

Wespen am Haus und im Garten

Vor einigen Monaten hat eine einzelne Wespenkönigin das Nest bei Ihnen gegründet. Am Anfang fliegt sie selbst auf die Jagd und übernimmt die gesamte Brutpflege. In dieser Zeit sterben eine Menge der Nester ab, insbesondere wenn die Witterungsbedingungen kühl und regnerisch sind oder weil die Wespenkönigin von einem Vogel gefressen wurde. Erst, wenn die erste Generation Arbeiterinnen geschlüpft ist, hat die Wespenkönigin Unterstützung und kann sich nun voll auf die Brutpflege und das Eierlegen konzentrieren. Das ist die Phase, in der das Wespennest rasch wächst und sich die Arbeiterinnen durch ihre Aktivität an Ihrem Objekt bemerkbar machen. Der Wunsch nach einer Wespenbekämpfung wächst. Dabei ist durch etwas Aufklärung und mit leichter Änderung des eigenen Verhaltens, eine friedliche Koexistenz zwischen Grundstücksbesitzern und Wespen möglich.

Um in Deutschland Wespen zu bekämpfen, benötigen Sie einen vernünftigen Grund. Einfach nur „ich möchte die weg haben“, „ich habe Angst“ oder aus wirtschaftlichen Gründen, reicht nicht aus. Es muss schon eine Gefahr bestehen, die sich nicht ändern lässt. Das ist immer dann der Fall, wenn kleine Kinder, hilflose Personen oder geistig eingeschränkte Personen sich nicht außerhalb des Gefahrenbereichs vom Wespennest aufhalten können oder dies nicht sichergestellt werden kann. Ebenso besteht Gefahr, wenn man nach einigen Monaten Geräte oder bewegliche Teile benutzt, an die ein Wespennest angebaut wurde. Etwa bei saisonalen Geräten in einer Scheune, oder der selten benutzte Rollladenkasten an einem Fenster im Ferienhaus.

Vor der Entscheidung, was zu tun ist, muss eine Beratung und eine Einschätzung der Situation im individuellen Einzelfall getroffen werden. Mitunter wird dann von zuständigen Behörden ein Hymenopterenbeauftragter ins Spiel gebracht. Also ein Spezialist, der sich mit Wespen auskennt. Nun, wie in jeder Berufsgruppe und wie auch bei den Schädlingsbekämpfern gibt es da gute und schlechte Vertreter. Manche machen ihr Hobby zum Beruf, andere haben in wenigen Stunden einen Tageslehrgang absolviert. Im durchschnittlichen Vergleich kann ein Hymenopterenbeauftragter nicht mit der dreijährigen Berufsausbildung eines Schädlingsbekämpfers mithalten. Ein Hymenopterenbeauftragter ist mit dem Schwerpunkt ausgebildet worden, eine Abtötung von Wespen oder die Beseitigung eines Wespennestes zu vermeiden. Was ein edles Motiv ist, das wir im Ziel absolut befürworten. Aber wir können ebenfalls die Gesamtsituation perfekt einschätzen und bieten Ihnen die beste mögliche Lösung an. Denn wenn es dann nach Abwägung aller Möglichkeiten zu einem unvermeidbaren Mitteleinsatz kommt, benötigen Sie einen Fachmann wie den Schädlingsbekämpfer, der monatelang in Anwendungsverfahren, Vor- und Nachteilen der Mittel, Aspekten des Umweltschutzes, dem Schutz von Nichtzieltieren und den Problemen von Kontamination und Abdrift ausgebildet wurde. Solche Kenntnisse kann eine Tagesausbildung, so gut sie auch ist, nicht vermitteln.

Deshalb sagen wir hier selbstbewusst: wir benötigen keinen Hymenopterenbeauftragten und wenn Sie bereits Kontakt mit einer Behörde hatten, die Ihnen einen solchen zur Begutachtung oder Beseitigung Ihres Wespenproblems vorschreiben möchte, beraten wir Sie, wie wir anders vorgehen, so dass alle Beteiligten zufrieden sind.

Wespenumsiedlung

In der Regel führen wir keine Wespenumsiedlungen durch. Der Vorgang ist sehr aufwändig und in vielen Fällen überleben die Wespen die Umsiedlung nicht, wenn nicht eine intensive Nachbetreuung stattfindet. In Einzelfällen bietet sich diese Methode jedoch vor allem bei Hornissennestern und bei gut erreichbaren, frei hängenden Wespennestern an. Dem Auftraggeber muss klar sein, dass durch das Fangen der Tiere und das Zerstören der Nesthülle, um die Waben und die Wespenkönigin zu erreichen, eine Schwächung des Wespenstaates stattfindet. Ein Wespennest so zu entfernen, dass es woanders mit Erfolg wieder ausgesiedelt werden kann, ist alles andere als trivial und dauert inklusive der Unterbringung in einem geeigneten Biotop mehrere Stunden.

Bevorzugt machen wir Umsiedlungen von Wespennestern als Schulprojekt, wenn zum Schutz der Kinder und Schüler ein Wespennest entfernt werden muss, dass dann an anderer Stelle als Lehr- und Lernobjekt wieder angesiedelt wird. In Abhängigkeit vom Budget können wir für die Schüler auch eine Webcam anbringen und den weiteren Nestbau z.B. für den Biologieunterricht streamen.

Bevor Sie eine Umsiedlung beauftragen, einige Grundsätze, die zu beachten sind:

  • Eine Umsiedlung ist besser als ein Wespennest abzutöten, stellt aber trotzdem für das Wespenvolk einen riskanten Eingriff dar.
  • Das Wespenvolk überlebt nach der Umsiedlung in wenigen Fällen von allein. Es muss betreut und mit Nahrung versorgt werden.
  • Möglichst viele Arbeiterinnen der Wespen müssen eingefangen werden, das dauert über eine Stunde.
  • Möglichst alle Waben und vor allem die Wespenkönigin müssen erreicht werden. In Hohlräumen ist das nicht immer möglich oder führt zu Zerstörungen, etwa des Rolladenkastens, was weitere Kosten für den Auftraggeber bedeutet.
  • Das Wespennest muss in ausreichender Entfernung zum alten Standort, mindestens aber 5 km entfernt, wieder ausgebracht werden.
  • Am neuen Standort muss ausreichend Nahrung vorhanden sein. Der Grundstücks-, Weiden- oder Waldbesitzer muss informiert und von diesem eine Erlaubnis eingeholt werden.

Hornissen

Allein durch ihre Größe ist die Hornisse faszinierend aber auch furchteinflößend. Dabei sind Hornissen in den wenigsten Fällen aggressiv und und leben viel stressfreier in der Nähe der Menschen als andere, kleinere Wespen. Es gibt genügend Berichte, dass Hornissen z.B. im Türbereich eines Gartenhäuschens ihr Nest gebaut haben und Menschen während der gesamten Nestphase problemlos ein- und aus gehen konnten. Dabei gewöhnen sich die Tiere an die Anwesenheit der Menschen und können sogar Personen unterscheiden und unterschiedlich auf diese reagieren.

Dennoch gibt es Situationen, in denen Hornissen so unangenehm werden, dass man das Hornissennest verlagern oder sogar abtöten möchte. Dies kann etwa der Fall sein, wenn Kinder, eingeschränkte oder geistig verwirrte Personen nicht aus dem Nestbereich der Hornissen ferngehalten werden können. Oder, wenn man versehentlich ein Nest aufgerissen hat, beispielsweise durch Betätigen einer Rollade an die ein Nest angebaut ist. Dann rufen Sie bitte unbedingt Fachfirmen zu Hilfe, die die Situation einschätzen und sinnvolle Maßnahmen gegen die aufgeregten Hornissen vorschlagen und umsetzen können. Sehen Sie unbedingt von Eigenmaßnahmen ab. Die Hornissen sind nach Bundesartenschutzverordnung §1 besonders geschützt (wie auch alle Hummeln und Bienen) und ohne behördliche Ausnahmegenehmigung machen sie sich bei Eingriffen am Nest sonst strafbar.

Hornissen bauen ihre Nester in Hohlräumen wie z.B. ausgefaulten Baumstämmen, Vogelkästen und in Verstecken an Gebäuden. Dabei wird der Innenraum mit wachsendem Nest erweitert sofern das möglich ist, oder das Hornissennest nach außen erweitert oder in ein Filialnest umgezogen. Das Nest erkennt man an dem typischen muschelartigen Muster und den Lufttaschen. Wenn man dem Nest nach Meinung der Hornissen zu nahe kommt oder sich längere Zeit in der An- und Abflugschneise aufhält wird man zunächst mit Drohverhalten angeflogen. Dabei erzeugen die Insekten mit den Flügeln ein zorniges Vibrieren, so dass auch akustisch sehr deutlich wird, dass die Hornissen unsere Gegenwart als „zu nah“ empfinden. Genügend Zeit, geordnet den Rückzug anzutreten.

Die Gefährlichkeit von Hornissen wird von dem uninformierten Bürger meist falsch wahrgenommen. Dabei wird er durch oberflächlich recherchierende Medien in seiner Meinung bestärkt. Zunächst kann man davon ausgehen, dass es bei einem unachtsamen, zufälligen Zusammenstoß von Mensch und Hornisse nicht sofort zum Äußersten kommt. Ein bisschen hilft uns dabei die Ökonomie zu verstehen, die in der Verteidigung steckt. Grundsätzlich verlassen sich Hornissen auf ihre Warntracht und ruhen daher gewissermaßen in sich selbst. Wir kennen das von uns, sobald irgendwo etwas Schwarzgelbes huscht, gehen wir instinktiv auf Abstand. Wir haben durch eigene schlechte Erfahrungen oder durch die Reaktion von Vorbildern gelernt, dass diese Farben nicht gut für uns sind.

Der Hornisse reicht diese Abschreckung, was viel preiswerter ist, als Gift zu verschwenden, für dessen Herstellung Nahrung benötigt wird, als jemanden energiezehrend zu attackieren. Wo dann ja noch die Gefahr der eigenen Verletzung oder Schlimmeres besteht. Die nächste Eskalationsstufe ist deshalb auch erst einmal eine Scheinattacke von wenigen Hornissen. Meist so ein bis drei Wächter die vom Nest aus starten. Man hört dies auch sehr gut am veränderten „Brummen“ mit den Flügeln. Die Frequenz ist anders und deutlich wahrnehmbar. Wer das nicht als Warnung versteht und nun rechtzeitig das Weite sucht, muss schon sehr mit seinem Smartphone oder anderen Dingen beschäftigt sein.

Erst als allerletzte Maßnahme sticht eine Hornisse dann auch einmal zu. Dabei ist das per Stachel injizierte Gift auch in erster Linie schmerzhaft als wirklich giftig. Die immer noch weit verbreitete Meinung „ … sieben Hornissenstiche töten ein Pferd und drei einen Menschen...“ ist immer noch viel zitiert, aber wissenschaftlich völliger Unfug. Wenn man nicht allergisch ist (eine Allergie entsteht vorrangig durch mehrfachen Kontakt mit dem Allergen), benötigt man schon viele hundert Hornissenstiche um ernsthaft gefährdet oder in Lebensgefahr zu sein. Deshalb geordneter Rückzug vom Hornissennest bei Warnanzeichen oder sollten die Tiere wirklich attackieren auch ein beherztes Wegrennen, verhindert meist, dass man gestochen wird. Die Hornissen haben besseres vor, als einen Eindringling über viele Meter zu verfolgen.

Bei der Bekämpfung oder Umsiedlung von Hornissen, benötigen wir eine Sondergenehmigung. Diese holen wir im Rahmen unserer Dienstleistung gerne für Sie ein, wenn die Hornissen nicht dort bleiben können, wo sie sind.